Die Sahelzone (nach dem arabischen Wort „sahil“ = Ufer) ist ein großes Trockengebiet am Südrand der Sahara. Dieser riesige Übergangsbereich zwischen den Gebieten der Sahara und den sehr regenreichen (feuchten) Tropen ist durch die starke Unregelmäßigkeit seiner Niederschläge geprägt. Er ist hauptsächlich von Savannen und Steppen bedeckt.

Die Sahelzone umfasst die ärmsten Länder der Welt. Der Bericht über die menschliche Entwicklung 2012 des UNDP (des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen), der den HDI (Index der menschlichen Entwicklung) jedes einzelnen Landes ermittelt, beruht auf den Indikatoren Lebenserwartung, Zugang zu grundlegenden sozialen Diensten und Bruttoinlandsprodukt (BIP) und ergibt ein Rating mehrerer Länder.
Unter den 187 von der Studie erfassten fallen sämtliche Länder der Sahelzone in die Kategorie der sog. schwach entwickelten Länder, mit Ausnahme von Kap Verde (an 132. Stelle). Es sind dies: der Senegal (Rang 154), Mauretanien (Rang 155), Gambia (Rang 165), Guinea-Bissau (Rang 176), Mali (Rang 182), Burkina-Faso (Rang 183), der Tschad (184) und der Niger (187).

Die stetige Beeinträchtigung des Ökosystems, die das Phänomen der Versteppung verschärft, führt zu einem spürbaren Rückgang der landwirtschaftlichen Erträge und zu Trockenheit. Diese Katastrophe zwingt die Bewohner der Sahelzone zum Exodus und macht sie zu den ersten Klimaflüchtlingen des Planeten Erde.

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